Oh du fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit – Wirklich oder doch nur Illusion?

Oh du fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit – Wirklich oder doch nur Illusion?

Weihnachten – Das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Zusammen mit Familie, Freunden und den kleinen Kindern. Ein schöner grosser Weihnachtsbaum mit viel Schmuck und Lichtern. Darunter eingepackte Geschenke aller Grössen und davor die Kleinen mit ihren glänzenden Augen.

Symbolbild AdventsblogbeitragDie Zeit der Bescherung der Kinder ist unvergesslich – ihre Freude und den Glanz in den Augen erwärmt das Herz. Anschliessend speisen alle gemeinsam am grossen Tisch. Mutter und Grossmutter haben den ganzen Tag gekocht. Alle sprechen miteinander, erzählen Geschichten, die sie während des Jahres erlebt haben. Es wird gelacht und gesungen, geschunkelt und umarmt. Freude und Harmonie erfüllen den Raum.

Das Fest der Liebe und Besinnlichkeit – einfach nur schön.

 

Soviel zur Theorie.

Die  meisten sind mind. 30 Tage vor Weihnachten so im Stress, damit der wichtigste Tag so richtig gut und besinnlich wird, dass sie froh sind, wenn er vorbei ist und endlich Zeit zum Ausruhen vorhanden ist. Besinnlichkeit und Liebe? Freude, Ruhe und Harmonie? Während der Weihnachtszeit ? Nicht ganz einfach.

Natürlich gibt es viele tolle Möglichkeiten, sich vom weihnachtlichen Glanz inspirieren zu lassen. Viele schöne Weihnachtsmärkte, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Firmenweihnachtsfeiern, uvm.

Alle nehmen sich vor, ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest zu haben. Wieder einmal so richtig Zeit mit der Familie zu haben (als hätten die Tage um Weihnachten doppelt so viele Stunden) und sich vom Jahresstress zu erholen.

Tja, die Realität…..

Die beginnt oft schon bei der Zeitumstellung. Die Tage werden kürzer, die Sonne weniger. Bald stellt sich grau-in grau statt eitel Sonnenschein am Himmel ein. Dazu kommt zuerst feucht bis nasses und später noch das kalte Wetter.

Smbolbild für die Zeitumstellung des AdventsblobeitragsDies spüren wir in Form von Gereiztheit, Abgeschlagenheit und oft starker Müdigkeit. Der Grund liegt unter anderem am fehlenden Vitamin D und tieferen Serantoninspiegel, weil die Sonneneinstrahlung Mangelware ist und dazu die wenigsten die Möglichkeit haben, sich unter Tags draussen für längere Zeit aufzuhalten. Der Körper stellt sich auf Ruhe ein – doch der Alltag lässt dies oft nicht zu.

Nun wissen wir, der Körper bräuchte Ruhe, viel Schlaf, Entschleunigung und Erholung. Doch dafür ist es die falsche Jahreszeit. Weihnachten kommt bald und damit viiiiiiiiel Stress.

Geschenke – welche für wen? wie teuer? Ach, ich habe keine Ahnung. Also irren wir wie die Bekloppten nach Feierabend oder noch schlimmer am Wochenende, mit zigtausen anderen Bekloppten durch die Shopping Center. Im Wissen, dass wir diese Einkäufe auch bereits im September hätten machen können. Mit weniger Leuten, deutlich weniger Hektik und oft auch zu tieferen Preisen.

Essen mit der Familie – Schwiegermamas, Schwägerinnen und Schwager, Freundinnen der Brüder und Freunde der Schwestern. Ein Grossteil des Jahres ist es super, wenn die Kontaktpunkte möglichst klein gehalten sind. An Weihnachten, da ist dann aber die grosse Einigkeit und Gruppenkuscheln unterm Weihnachtsbaum angesagt. Natürlich gibt’s dazwischen noch mindestens ein 8-gängiges Menü, für das die ach so geliebte Person den ganzen Tag in der Küche stand. Echt jetzt? Durch das Jahr herrscht maximal professionelle Akzeptanz und an Weihnachten soll alles auf Kuschelkurs ausgerichtet sein?

Ein paar Tage vor Weihnachten haben es dann auch alle Spätzünder kapiert – Es gilt fürsorglich, zuvorkommend, hilfsbereit und menschlich zu sein. Mann und Frau lässt andere bei der Rolltreppe am Bahnhof vor oder zuerst in den Lift einsteigen, um den letzten freien Platz im Lift abzugeben. Klar doch – die Zeit der Liebe und Fürsorglichkeit. Alle machen sich Gedanken, wie die Zeit genutzt werden kann, um die Hektik und den Stress des Jahres durch aktive und gelebte Besinnlichkeit quasi abschütteln zu können. Schliesslich wollen alle gestärkt und geerdet ins neue Jahr und damit neue Arbeitsjahr starten – quasi als reinkarnierter, bewusster und voller Gelassenheit erfüllter Mensch.

Symbolbild Shopping des AdventblogbeitragsNatüüüürlich – all das zwischen Einkaufsstress, Stress auf der Arbeit (weil der Jahresendspurt ja nicht umsonst so heisst) und dem Gedanken, wie das Weihnachtsfest mit der Familie wohl am besten über die Bühne geht. Voll Gas durch die Weihnachtszeit, den Fuss auf dem Pedal, den Alltagsegoisten an vorderster Front, wenns ums letzte Geschenk im Regal geht, welches das Patenkind schon lange möchte und die letzten 5 Shopping Center alle nicht mehr vorrätig hatten. Die Zielgerade naht, der 23.12. Denn ab dem 24.12 ist ja alles anders – Die Besinnlichkeit tritt vor – die Liebe und die Freude der Weihnachtszeit.

 


Was passiert danach?

Dann kommen zuerst all die guten Vorsätze für Neujahr. Die zuvor getankte Besinnlichkeit, inklusive alle der guten Vorsätze werden gelebt und die Welt jedes Einzelnen und damit von uns allen ist ein kleines Stück besser geworden. Zumindest für die ersten zwei-drei Neujahrswochen…..

Spätestens ab der vierten Woche sind sie wieder da – Die Egoisten im Strassen und Öffentlichen Verkehr – die Schleimer im Büro, die Klatschtanten und Onkel, die Besserwisser und Egomanen im Alltag. Der Stress im Büro und die Hektik des Tages. Vorbei ist die Besinnlichkeit, die Nächstenliebe und die guten Vorsätze. Mindestens 4 Wochen Dauerstress für maximal zwei-drei Wochen, in denen der Geist von Weihnachten zumindest teilweise in die Welt getragen worden ist.

Doch es geht auch anders….

Dabei geht es weniger darum, die Geschenke bereits im Sommer zu kaufen, damit der Shopping Stress vermieden werden kann. Es geht vielmehr um die Änderung unserer inneren Haltung.

Warum nicht die Gelassenheit, die Hilfsbereitschaft, die Besinnlichkeit und Zuvorkommenheit nicht das Ganze Jahr statt nur zu Weihnachten zum persönlichen Setting machen?Symbolbild verschneiter Wald für den Adventsblogbeitrag

Warum nicht rechtzeitig Unterstützung suchen, damit der Stress im Alltag und Büro besser bewältigt werden kann, damit die Lebensqualität 12 Monate statt nur zwei-drei Wochen im Jahr gesteigert werden kann?

Warum bei dauernder Antriebslosigkeit, fehlender Energie und Müdigkeit Abklärungen treffen und professionellen Rat aufsuchen, ohne zu warten, bis der Burnout bereits schon an der Ecke auf einen wartet.

Warum nicht entweder die Aussprache bei schwierigen Situationen in der Familie und im Freundeskreis suchen oder dann ganz bewusst die Situation akzeptieren wie sie ist und sich neu ausrichten?

Warum nicht mit seiner eigenen Familie oder besten Freunde der Weihnachtshektik gezielt den Rücken drehen, und bspw. bewusst und besinnlich einen Ausflug in den Wald zu unternehmen und am offenen Feuer ein Fondue zubereiten?

Ohne Handy, Geschenkewahn und Essensstress. Dafür gemeinsam unter freiem Himmel die Zeit geniessen, in der Ruhe der Natur und mit genügend Zeit für richtig gute Gespräche?

Warum, warum, warum…. Es geht uns nicht um richtig oder falsch oder sogar eine Wertigkeit dahinter zu stellen, wenn das eine oder andere gemacht wird.

Wir sind einfach der Meinung, dass es von Vorteil ist, wenn wir uns das Jahr hindurch bewusster und fokussierter durch den Alltag bewegen. Dabei nicht nur die eigenen Interessen im Vordergrund haben, sondern auch einmal kurz bremsen, unser Handeln, die Haltung und die Menschen um uns beobachten.

Dann hat auch der Geist von Weihnachten eine andere Bedeutung – er ist nicht nur in der Weihnachtszeit anzutreffen, sondern findet sich immer wieder durchs Jahr.

Ob das einfach geht? Natürlich nicht – es braucht seine Zeit und der Alltag ist gespickt mit Situationen, in denen die alten Muster von Vorteil sind. Doch mit jedem bewussten Moment nähern wir uns einer Gelassenheit, die uns Kraft und Energie gibt. Für uns, unsere Familie und Freunde.

Symbobild für den Adventsblogbeitrag
Wir wünschen euch an dieser Stelle eine frohe, besinnliche und möglichst gelassene Weihnachtszeit mit vielen tollen und freudigen Momenten und dann einen super Start ins neue Jahr.

Damit ihr auf eurem Weg die eine oder andere Idee bekommt, schalten wir auf der Homepage www.sabineanderhub.ch einen Adventskalender auf, bei dem hinter jedem Tag eine kleine Überraschung auf euch wartet.

Geniesst die Zeit und alles Gute

Sabine und Däni

P.S Zur Inspiration hier noch der neue Spot von EDEKA, der gut zur Thematik passt.
https://www.youtube.com/watch?v=jjFtbNq9svw 

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