Hilfe – Bin ich dem PokémonGo Wahn verfallen?

Hilfe – Bin ich dem PokémonGo Wahn verfallen?

 

Begonnen hat alles mit meinen Kindern.

Endlich Sommerferien… flexen & chillen ist ja erlaubt und richtig. Aber muss es jeden Tag sein, dass mein Grosser bis um 12 Uhr schläft, nur drinnen rum hängt und sich nicht bewegen mag??? Jeden Tag Diskussionen um Bewegung und Konsum von Handy, TV, PC… Ich habe diese Diskussionen einfach satt!

Habe ich als Vorbild versagt?

Mein Mann, meine Kleine und ich sind sehr bewegungs- und unternehmungslustig. Doch bei meinem Grossen fehlt dieses Gen offensichtlich.


Dann kam PokemonGo

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PokemonGo, nein, nicht wieder ein Game! Ich mag es nicht, wenn die Kinder ständig an ihren Handys kleben… statt sich in der realen Welt zu unterhalten, nur noch WhatsApp, Handygames und  YouTube surfen… geht es heute denn nicht in einem „normalen“ Ausmass und gesunden Mix zwischen der digitalen und realen Welt?


Doch dann die Wende!!!

Immer öfters war unser Grosser plötzlich draussen. Ihr werdet es nicht glauben, in 2 Wochen freiwillig 73 km zu Fuss? Das glaubt mir niemand – doch mein Grosser hat es durch PokemonGo geschafft  (Mittlerweile sogar über 100 km..)

Damit der Grosse nicht alleine unterwegs auf PokemonGo Jagd gehen muss, hat er die Kleine motiviert, sich PokemonGo ebenfalls zu installieren.

Noch eine Überraschung,  zwei pubertierende Teenager, die sich immer mal wieder in der Wolle liegen, unternehmen auf einmal wieder etwas gemeinsam. Spätesten jetzt wurde ich neugierig.

Doch die Streitereien waren trotz allem nicht weit… warum bin ich schlechter, der Grosse hat andere Möglichkeiten als ich… ich kann nicht so gut fangen…. und, und, und… alle Eltern mit Teenager dürften diese Situationen kennen.

Um die Kleine zu unterstützen hab ich mir die App erklären lassen und versprochen, wenn ich zu Fuss unterwegs bin (Hundespaziergang) die App laufen zu lassen, damit ihre „Eier“ schneller schlüpfen und ich unterwegs vielleicht noch das eine oder andere Pokemon fange. Peinlich genug, dass ich wie ein Teenie mit dem Handy in der Hand rumlaufe… aber was macht man nicht alles um den Kinder zu helfen.


PokemonGo hat mich erwischt

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Auf PokemonGo Jagd by Night in Basel

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Basel by Night während der PokemonGo Jagd

Ich muss jedoch sagen… sooo doof finde ich dieses Game gar nicht.  Endlich lässt sich mein Grosser zur Bewegung aktivieren. Ohne grosses Murren liessen sich die Kids motivieren von Kaiseraugst nach Basel zu spazieren – am Rhein entlang, um Wasserpokemon zu sammeln – 20 km.  Des Weiteren sahen wir tolle Sehenswürdigkeiten, welche ja Pokestopps sind, an denen gedreht werden kann, um Bälle und Tränke zu erhalten.

Plötzlich ertappte ich mich, dass ich selbst zu Hause immer regelmässiger auf mein Handy starrte um neue Pokemon zu finden. Zu sehen ob das „Ei“ der Kleinen demnächst schlüpft oder ob ein Lockmodul in der Nähe aktiv ist.  Jetzt hat mich das Fieber gepackt. 

Ich bin doch eine Erwachsene, nicht Spielsucht gefährdete und stabile Frau… was ist da passiert???

Ja, es ist draussen; ja, es ist Bewegung; ja, Strategie steckt auch dahinter… und neue Namen (Pikachu, Schmettbo, Pummeluff, Jurob usw.) lerne ich auch kennen. Die Freude bei mir, einem Spieler dessen Ei schlüpft oder wenn ein seltenes Pokemon auftaucht – unbezahlbar…

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Man trifft sich mit anderen Spieler an verschiedenen Plätzen um PokemonGo zu spielen

Innerhalb der Familie gab es angeregte Gespräche, welche nun die beste Strategie ist. Mami fängt einfach alles (mach mir einfach Spass), die Kleine geht gezielt vor, der Grosse kennt sämtliche Tricks und verfolgt die News auf diversen Portalen. Und jetzt haben wir auch Papi infiziert, was unsere Kids freute, da wir endlich Mal eine Game Gemeinsamkeit haben. Erstaunlicherweise ist es ihnen nicht einmal peinlich, wenn wir zu viert mit den Handys in der Hand durch die Strassen laufen.

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Lokmodule und Pokestopps in Basel                Däni hat das PokemonGo Fiber auch gepackt

Es gibt meiner Meinung nach auch gewisse Mankos des Spiels, die mit der Erfahrung und solchen Gesprächen ebenfalls ans Licht kamen. So ist es bei solchen Games auch immer wichtig, dass man mit den Kindern über heikle Themen wie die In App-Käufe, den Gefahren von Plätzen mit mehreren Leuten (z.Bsp. Drogen an diesen Plätzen), dem Strassenverkehr oder bei Plätzen mit Lokmodulen achtsam zu sein, spricht.

Unser Fazit

PokemonGo im Rahmen und Mass, ohne InApp-Käufe, mit Achtsamkeit, sich mit neue Leuten zu treffen und zu unterhalten und als Motivator neue Orte kennen zu lernen auch für mich/uns eine tolle Erfahrung, die grossen Spass macht.

Bist du auch durch deine Kinder zu PokemonGo gekommen? Oder bist du sogar selber drauf eingestiegen? Wie geht es dir mit dieser Hysterie? Teile doch eine Erfahrungen hier im Blog direkt im Kommentarfeld.

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Liebe Grüsse

Sabine & Däni

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